VIDEO-JOURNALISMUS

Kuirfest-Berlinale

67. Berlinale - Filmmacher für den Frieden

Regisseur: Murat Bay
Construct: Selda Taşkın
Autorin: Ayşe Tunca

Zuerst wurden im Ausnahmezustand Journalist*innen und Abgeordnete inhaftiert. Dann wurden die Akademiker*innen und Mitarbeiter*innen in staatlichen Behörden, die sich für den Frieden ausgesprochen hatten, per
Notstandsdekret entlassen. Weil sie sich mit der Initiative "Academics for Peace" solidarisierten, wurde nun gegen 433 Filmemacher ein Verfahren eröffnet. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich auf der Liste der geförderten Projekte des türkischen Kultusministeriums kein einziges Projekt der unterzeichnenden Filmemacher findet.

Filmemacher aus der Türkei trafen nun während der 67. Berlinale auf türkeistämmige Filmemacher in Berlin, um im Martin-Gropius-Bau vor der Kulisse des European Film Market gegen den fortdauernden Druck, die
Zensur und die Rechtsverletzungen in ihrem Land zu protestieren. Der türkischsprachige Protesttext, verlesen vor dem Türkei-Stand, wurde mit Interesse und Applaus kommentiert. Mit Slogans wie "Filmemacher für
den Frieden - Frieden für die Filmemacher" erklärten die Filmemacher anschließend, dass das Ringen um Frieden weitergehe.

Von Babıali nach İkitelli

Gaye Günay, Produzentin
Geboren 1978 in Ankara. Günay arbeitet seit 2009 als Produzentin bei "Kibrit Film" im Bereich Dokumentarfilme und Videojournalismus. Zusammen mit Imre Azem dokumentiert sie in videojournalistischen Beiträgen die politischen Unruhen in der Türkei für das unabhängige Nachrichtenportal diken.com.tr.

Imre Azam, Regisseur
Geboren 1975 in Istanbul. Seit 2004 arbeitet Azem als Kameramann und Filmeditor für unabhängige Filmprojekte. Seit den Gezi-Protesten im Jahr 2013 dokumentiert er in videojournalistischen Beiträgen die politischen Unruhen in der Türkei für das Nachrichtenportal diken.com.tr.

Erinnerung an Hrant Dink

Dieser Film wurde erst vor drei Jahren gedreht. Doch in den letzten drei Jahren ist in der Türkei sehr viel passiert. Die Regierung setzt auf Repressionspolitik, es wird immer schwieriger auf die Straße zu gehen, und zu demonstrieren. Proteste werden mit massiver Polizeigewalt aufgelöst; kritische Stimmen zum Schweigen gebracht. Gerade deshalb ist es heute wichtiger als je zuvor, dass wir uns an jene erinnern, die ihre Forderungen nach Gerechtigkeit und Frieden laut und deutlich ausgesprochen haben.

Gaye Günay, Produzentin
Geboren 1978 in Ankara. Günay arbeitet seit 2009 als Produzentin bei "Kibrit Film" im Bereich Dokumentarfilme und Videojournalismus. Zusammen mit Imre Azem dokumentiert sie in videojournalistischen Beiträgen die politischen Unruhen in der Türkei für das unabhängige Nachrichtenportal diken.com.tr.

Imre Azam, Regisseur
Geboren 1975 in Istanbul. Seit 2004 arbeitet Azem als Kameramann und Filmeditor für unabhängige Filmprojekte. Seit den Gezi-Protesten im Jahr 2013 dokumentiert er in videojournalistischen Beiträgen die politischen Unruhen in der Türkei für das Nachrichtenportal diken.com.tr.

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